Archiv für den Monat: Oktober 2014

Gedanken

Mein liebes Tagebuch,
es ist schon eine geraume Zeit her, dass ich dich mit geistigen Impressionen über mein tägliches Schaffen und den geheimen Wünschen eines Künstlers gefüttert habe. Äh. Moment. Stop!!!! Habe ich gerade Künstler geschrieben? Der Sommer war doch gar nicht so heiß.
Ich, gerade ich, der dieses Wort scheut wie der allzu bekannte Teufel das noch bekanntere Weihwasser. Es schimpft sich doch ein jeder als Künstler, der von mir aus einen Elefanten durch den bekannten Porzellanladen treibt und die Scherben als künstlerisches Machwerk bezeichnet. Das ist einfach Mist und Blasphemie. Mit denen habe ich nichts gemein.

Obwohl, im fahlen Abendlicht der nunmehr immer zeitiger untergehenden Sonne betrachtet, ist das Privileg des Schmiedens und bändigen meines Lieblingsmetalls GOLD ein künstlerisches Ansinnen, welches Können und Ruhe bedarf. Die künstlerische Veredelung des weichen, gelben Metalls und das zusammenbringen von eben diesem magischen Stoff mit feinsten Edelsteinen oder den Juwelen der Meere … es ist wahrhaftig eine hohe Kunst. Also bin ich es doch, ein echter Künstler. Ein Meister obendrein.